Survivor-Tagebuch / Tagebucheintrag – Tag 4 in DayZ

Tagebucheintrag – Tag 4 in DayZ

„Drei Überlebende, zwei Bären und ein Handel, der alles verändert“

Liebes Tagebuch,

der vierte Tag in Chernarus neigt sich dem Ende zu, und ich muss sagen: Langsam nimmt das Ganze hier eine interessante Wendung. Was anfangs noch ein einsamer Kampf ums nackte Überleben war, entwickelt sich allmählich zu etwas, das man beinahe eine Gemeinschaft nennen könnte.

Heute waren wir zu dritt unterwegs. Mathias, Bizzy und ich. Drei Überlebende, jeder mit seiner eigenen Geschichte, aber alle mit demselben Ziel: irgendwie durch diesen Wahnsinn kommen und am Ende des Tages noch atmen.

Wir ließen die Straßen und größeren Siedlungen hinter uns und zogen tief in den Wald hinein. Zwischen den hohen Bäumen, dem dichten Unterholz und den schmalen Waldwegen fühlten wir uns zunächst deutlich sicherer als in den Städten. Keine fremden Spieler, die hinter jeder Ecke lauern konnten, keine Schüsse aus dem Hinterhalt und keine verlassenen Gebäude, in denen uns jemand auflauern könnte.

Nur wir drei, unsere Ausrüstung und die Wildnis.

Natürlich bedeutete das nicht, dass wir uns entspannen konnten. Auch im Wald lauern Gefahren, und heute sollten wir das noch deutlich zu spüren bekommen.

Während wir uns durch das Gelände bewegten, hielten wir Ausschau nach Wild. Nahrung wird schließlich nicht weniger wichtig, nur weil man inzwischen ein paar brauchbare Gegenstände im Rucksack hat. Und wer länger in Chernarus überleben möchte, sollte sich nicht ausschließlich auf geplünderte Konservendosen verlassen.

Dann entdeckten wir den ersten Bären.

Ein beeindruckendes Tier – und definitiv nichts, womit man leichtfertig Bekanntschaft machen sollte. Wir wussten, dass eine Begegnung mit einem Bären schnell tödlich enden kann, wenn man unvorsichtig ist. Also mussten wir zusammenarbeiten, unsere Umgebung im Auge behalten und die Situation mit der nötigen Vorsicht angehen.

Am Ende gelang es uns tatsächlich, den Bären zu erlegen.

Kaum hatten wir uns von der Begegnung erholt, ging die Suche weiter. Und als wäre dieser Tag nicht schon ereignisreich genug gewesen, begegneten wir später sogar einem zweiten Bären. Auch diese Begegnung endete damit, dass wir das Tier erlegten.

Zwei Bären an einem einzigen Tag!

Wenn mir das jemand an meinem ersten Tag erzählt hätte, hätte ich ihn vermutlich für verrückt gehalten. Damals war ich froh, überhaupt etwas Essbares zu finden und nicht von irgendwelchen Spielern über den Haufen geschossen zu werden. Heute zogen wir gemeinsam durch die Wälder und kamen mit einer ordentlichen Menge potenzieller Nahrung zurück.

Doch damit war unsere Jagd noch nicht beendet.

Im Laufe des Tages entdeckten wir auch einen Hirsch. Die Gelegenheit wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Nach einer weiteren erfolgreichen Jagd hatten wir schließlich einiges an Fleisch zusammen. Unsere Vorräte sollten damit erst einmal deutlich besser aussehen.

Es war ein gutes Gefühl, nicht ständig mit knurrendem Magen durch die Gegend laufen zu müssen. Noch besser war allerdings das Wissen, dass wir das alles gemeinsam geschafft hatten. Jeder von uns konnte etwas beitragen, und genau das machte unsere kleine Gruppe langsam zu einem echten Team.

Doch das größte Ereignis des Tages sollte erst noch kommen.

Während wir weiter durch die Gegend streiften, liefen wir durch Zufall einem Mann über den Weg, mit dem wir zunächst nicht unbedingt gerechnet hatten: einem Schwarzmarkthändler.

In Chernarus begegnet man schließlich nicht jeden Tag jemandem, der einem freiwillig weiterhilft. Normalerweise muss man sich seine Ausrüstung mühsam zusammensuchen oder sie anderen Überlebenden im schlimmsten Fall wieder abnehmen. Bei einem Schwarzmarkthändler weiß man zwar ebenfalls nie genau, woran man ist, aber manchmal ergeben sich Gelegenheiten, die man nicht einfach verstreichen lassen sollte.

Und dieser Mann hatte etwas im Angebot, das unsere Situation grundlegend verändern könnte.

Ein Fahrzeug.

Allein der Gedanke daran war schon verlockend. Bisher waren wir zu Fuß unterwegs gewesen, hatten Wälder durchquert, Umwege in Kauf genommen und uns mühsam von einem Ort zum nächsten bewegt. Mit einem Fahrzeug würden wir deutlich schneller vorankommen. Wir könnten größere Entfernungen zurücklegen, neue Gebiete erkunden und unsere Suche nach Ausrüstung und Vorräten wesentlich effizienter gestalten.

Natürlich ist ein Fahrzeug in dieser Welt nicht nur ein Vorteil. Es macht Lärm, braucht Treibstoff und kann andere Überlebende auf unsere Position aufmerksam machen. Außerdem muss man es instand halten, wenn man nicht irgendwann mitten im Nirgendwo liegen bleiben möchte.

Trotzdem war die Begegnung mit dem Händler ein echter Glücksfall.

Nach allem, was wir bisher erlebt hatten, fühlte es sich beinahe so an, als hätte Chernarus uns ausnahmsweise einmal etwas zurückgegeben. Wir hatten gejagt, Ressourcen gesammelt und nun möglicherweise ein Mittel gefunden, mit dem wir unsere nächsten Schritte deutlich besser planen konnten.

Als ich später mit Mathias und Bizzy zusammensaß, wurde mir wieder bewusst, wie anders sich das Überleben inzwischen anfühlte. Aus drei einzelnen Überlebenden wurde langsam eine Gruppe, die gemeinsam Entscheidungen traf, Gefahren bewältigte und ihre Chancen nutzte.

Ich weiß noch nicht, wohin uns dieser Weg führen wird. Vielleicht werden wir mit dem Fahrzeug bald neue Orte entdecken und bessere Ausrüstung finden. Vielleicht geraten wir dadurch auch in Situationen, die wir zu Fuß niemals erlebt hätten. In Chernarus kommt es schließlich oft anders, als man denkt.

Aber eines ist sicher: Langweilig wird es mit diesen beiden wohl nicht.

Bilanz des vierten Tages:

Zu dritt mit Mathias und Bizzy durch die Wälder gezogen.
Zwei Bären erfolgreich erlegt.
Einen Hirsch zur Strecke gebracht.
Unsere Nahrungsvorräte deutlich verbessert.
Durch Zufall einen Schwarzmarkthändler getroffen.
Ein Fahrzeug organisiert, mit dem wir künftig schneller vorankommen können.

Wenn ich an meinen ersten Tag zurückdenke, hätte ich niemals geglaubt, dass ich einmal mit zwei Kameraden durch die Wildnis ziehen, Bären jagen und über ein eigenes Fahrzeug nachdenken würde.

Damals ging es nur darum, den nächsten Morgen zu erleben.

Heute beginnen wir langsam, unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Tag 4 überlebt. Drei Mann. Zwei Bären. Ein Hirsch. Ein Fahrzeug. Und hoffentlich noch viele gemeinsame Abenteuer vor uns.

In Chernarus überlebt man vielleicht allein – aber gemeinsam kann man sich etwas aufbauen.

Mal sehen, was der fünfte Tag für uns bereithält.

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