Survivor-Tagebuch / Tagebucheintrag – Tag 5 in DayZ

Tagebucheintrag – Tag 5 in DayZ

„Neue Gesichter, zwei verlorene Seelen und der Beginn unseres eigenen Zuhauses“

Liebes Tagebuch,

der fünfte Tag in Chernarus liegt hinter uns, und langsam habe ich das Gefühl, dass aus unserem täglichen Überlebenskampf etwas Größeres entsteht. Was vor wenigen Tagen noch eine einsame Reise voller Hunger, Misstrauen und der ständigen Angst vor feindlichen Spielern war, entwickelt sich immer mehr zu einem gemeinsamen Abenteuer.

Mit Mathias und Bizzy an meiner Seite fühle ich mich inzwischen deutlich sicherer. Wir haben gemeinsam gejagt, gefährliche Situationen überstanden und sogar ein Fahrzeug organisiert. Zum ersten Mal seit meiner Ankunft habe ich das Gefühl, dass wir nicht mehr nur von Tag zu Tag überleben, sondern tatsächlich etwas aufbauen können.

Und genau darum sollte es heute gehen.

Zwei neue Bekanntschaften: Flocke und Lulufulli

Während wir unterwegs waren, begegneten wir zwei Frauen, die ziemlich orientierungslos durch die Gegend streiften. Ihre Namen waren Flocke und Lulufulli.

Die beiden schienen nicht so recht zu wissen, wohin sie eigentlich wollten oder wo sie als Nächstes hinmussten. In einer Welt wie dieser kann so etwas schnell gefährlich werden. Wer planlos durch Chernarus läuft, landet früher oder später an einem Ort, an dem er besser nicht gewesen wäre. Und wenn dann noch der Hunger dazukommt oder plötzlich bewaffnete Spieler auftauchen, kann die Reise schneller vorbei sein, als einem lieb ist.

Wir beobachteten die Situation zunächst und beschlossen schließlich, die beiden vorsorglich mitzunehmen.

Man weiß schließlich nie, wem man da begegnet. Vielleicht waren sie einfach zwei Überlebende, die ein wenig Hilfe gebrauchen konnten. Vielleicht würden sie sich als wertvolle Verstärkung für unsere kleine Gruppe herausstellen. Und vielleicht hatten sie ja auch Fähigkeiten, die uns später noch zugutekommen würden.

Jedenfalls waren sie jetzt erst einmal bei uns.

Damit wurde unsere Gruppe wieder ein Stück größer. Aus den anfänglichen Begegnungen mit Mathias und Bizzy war langsam ein kleiner Zusammenschluss geworden, und nun kamen auch noch Flocke und Lulufulli dazu.

Fünf Überlebende, die sich irgendwie durch diese kaputte Welt schlagen mussten.

Natürlich bedeutet eine größere Gruppe auch mehr Verantwortung. Mehr Menschen brauchen Nahrung, Wasser, Ausrüstung und einen sicheren Platz zum Schlafen. Gleichzeitig hat man aber auch mehr Augen, mehr Hände und im besten Fall mehr Menschen, auf die man sich verlassen kann.

Und genau das könnte in den kommenden Tagen entscheidend werden.

Endlich ein Ort, an dem wir bleiben können?

Das eigentliche Highlight des Tages war allerdings eine Entdeckung, die unsere Zukunft in Chernarus ziemlich verändern könnte.

Wir fanden eine Halle.

Auf den ersten Blick vielleicht nichts Besonderes. In einer Welt voller verlassener Gebäude gibt es schließlich genug Orte, die man betreten und durchsuchen kann. Aber bei dieser Halle sahen wir mehr als nur vier Wände und ein Dach.

Wir sahen Möglichkeiten.

Einen Platz, an dem wir unsere Ausrüstung lagern könnten. Einen Ort, an dem wir uns sammeln, Vorräte sortieren und unsere nächsten Unternehmungen planen könnten. Einen Rückzugsort, an dem wir nicht jeden Moment damit rechnen müssten, von einem fremden Spieler überrascht zu werden.

Kurz gesagt: einen möglichen Stützpunkt.

Und lange überlegten wir nicht.

Wir fingen direkt damit an, die Halle zu verbarrikadieren und für unsere Zwecke vorzubereiten. Es gab schließlich einiges zu tun. Zugänge mussten gesichert, geeignete Stellen für Barrikaden gefunden und die vorhandenen Möglichkeiten bestmöglich genutzt werden.

Dabei wurde mir bewusst, dass wir uns inzwischen an einem ganz anderen Punkt befanden als noch vor wenigen Tagen. Anfangs hatte ich kaum genug Kleidung, um mich gegen die Kälte zu schützen, und musste jeden Bissen Essen mühsam zusammensuchen. Jetzt standen wir gemeinsam in einer Halle und überlegten, wie wir daraus einen sicheren Ort für unsere Gruppe machen konnten.

Natürlich ist eine Barrikade keine Garantie dafür, dass uns niemand findet. In Chernarus gibt es immer jemanden, der neugierig wird, wenn er einen interessanten Ort entdeckt. Und wenn andere Spieler erst einmal herausfinden, dass sich hinter unseren Sicherungen etwas Wertvolles befindet, könnte es schnell ungemütlich werden.

Trotzdem mussten wir irgendwo anfangen.

Wir wollten nicht ewig durch die Gegend ziehen, ohne einen festen Anlaufpunkt zu haben. Mit einem eigenen Stützpunkt könnten wir unsere Vorräte besser organisieren, unsere Ausrüstung lagern und von dort aus gezielt aufbrechen, um Nahrung und weitere Ressourcen zu beschaffen.

Vielleicht würde diese Halle irgendwann sogar mehr werden als nur ein Versteck.

Vielleicht würde sie unser Zuhause werden.

Aus Fremden wird langsam eine Gemeinschaft

Als der Tag langsam zu Ende ging, ließ ich die Ereignisse noch einmal Revue passieren.

Mathias, der mir inzwischen immer sympathischer wurde. Bizzy, der auf mich wie ein loyaler Genosse wirkt. Und nun Flocke und Lulufulli, die wir unterwegs aufgegabelt und vorsorglich in unsere Gruppe aufgenommen hatten.

Es ist schon seltsam, wie schnell sich die Dinge verändern können. Vor fünf Tagen war ich allein unterwegs und wusste nicht, ob der nächste Mensch, dem ich begegnete, mich begrüßen oder erschießen würde. Heute arbeiteten wir gemeinsam daran, einen Ort zu sichern, an dem wir uns hoffentlich eine Weile aufhalten können.

Natürlich ist noch lange nicht alles perfekt. Wir brauchen weiterhin Nahrung, Material und bessere Ausrüstung. Wir müssen aufpassen, wem wir vertrauen, und dürfen nicht vergessen, dass unsere neue Halle für andere Spieler ebenfalls interessant sein könnte.

Aber zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass wir eine echte Chance haben.

Wir sind nicht mehr nur einzelne Überlebende, die zufällig denselben Weg einschlagen. Wir entwickeln langsam eine gemeinsame Richtung.

Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen bloßem Überleben und dem Versuch, sich in Chernarus etwas aufzubauen.

Bilanz des fünften Tages:

Flocke und Lulufulli kennengelernt.
Zwei etwas orientierungslose Überlebende vorsorglich in unsere Gruppe aufgenommen.
Eine geeignete Halle als möglichen Stützpunkt gefunden.
Direkt mit dem Verbarrikadieren und Sichern begonnen.
Die Grundlage für ein gemeinsames Lager geschaffen.

Tag 5 überlebt. Zwei neue Gesichter. Eine Halle. Und die ersten Schritte zu unserem eigenen kleinen Zuhause.

Ich weiß nicht, was uns morgen erwartet. Vielleicht finden wir weitere Verbündete, vielleicht bekommen wir Ärger mit anderen Überlebenden oder müssen unseren neuen Stützpunkt schon früher verteidigen, als uns lieb ist.

Aber eines steht fest: Wir haben jetzt etwas, das wir verlieren könnten.

Und genau deshalb müssen wir es schützen.

Ende des fünften Tages.

Chernarus ist noch lange nicht unser Zuhause. Aber vielleicht sind wir heute einen Schritt näher daran gekommen.

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